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VHDL13 DWLI 250800 Deutscher Wetterdienst Wettervorhersage für Thüringen ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Ost am Samstag, 25.07.2026, 10:30 Uhr Samstag viel Sonne, am Sonntagabend aufkommende Niederschläge. Wetter- und Warnlage: Während am Samstag Hochdruckeinfluss für sommerliches Wetter sorgt, greift am Sonntag auf dem Norden ein Tiefausläufer über. GEWITTER: Ab Sonntagabend und in der Nacht zum Montag Gefahr einzelner Gewitter. Dabei Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und Sturmböen bis 80 km/h (Bft 9. Detaillierter Wetterablauf: Am Samstag nur wenige Wolken, trocken. Erwärmung auf 26 bis 30, im Bergland auf 23 bis 26 Grad. Schwacher Wind aus Südwest. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt. Abkühlung auf 16 bis 13 Grad. Schwachwindig. Am Sonntag locker bewölkt, erst am Abend Schauer und Gewitter. Maximal 26 bis 29, im Bergland 24 bis 27 Grad. Abseits der Gewitter schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Südwest. In der Nacht zum Montag stark bewölkt. Örtlich Schauer, teils kurze Gewitter. Tiefstwerte 16 bis 14 Grad. Schwacher Wind, in den Kammlagen stürmischer Wind um West. Am Montag wechselnd bewölkt, örtlich Schauer, vereinzelt Gewitter. Temperaturanstieg auf 21 bis 24, im Bergland auf 17 bis 20 Grad. Mäßiger Nordwestwind. In der Nacht zum Dienstag anfangs letzte Schauer und Gewitter, später gering bewölkt. Tiefstwerte 14 bis 10 Grad. Schwachwindig. Am Dienstag Sonne und wenige Wolken. Geringe Schauerneigung. Höchstwerte 25 bis 29, im Bergland 22 bis 24 Grad. Schwacher Wind um West. In der Nacht zum Mittwoch kaum Wolken. Tiefstwerte 17 bis 14 Grad. Schwachwindig. Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 26.07.2026, 10:30 Uhr Hinweis: Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes informieren. Deutscher Wetterdienst, RWB Ost, Thomas HainVHDL30 DWLI 251800 Deutscher Wetterdienst WARNLAGEBERICHT für Thüringen ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Ost am Samstag, 25.07.2026, 20:30 Uhr Sonntag zunächst viel Sonne, am Sonntagabend aufkommende Niederschläge Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE: Mit einer südwestlichen Strömung wird sehr warme bis heiße Subtropikluft herangeführt. Am Sonntag zieht dann ein kleinräumiges Tief von der Nordsee Richtung Ostsee. Rückseitig der dazugehörigen Kaltfront wird von Nordwesten allmählich etwas kühlere Meeresluft herangeführt. GEWITTER: Ab Sonntagabend und in der Nacht zum Montag einzelne Gewitter. Dabei Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und Sturmböen bis 70 km/h (Bft 8). Am Montag einzelne Gewitter, dabei Sturmböen um 70 km/h (Bft 8) und eng begrenzt Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit. Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 26.07.2026, 04:30 Uhr Hinweis: Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes informieren. Deutscher Wetterdienst, RWB Ost, Florian EngelmannSXEU31 DWAV 251800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Samstag, den 25.07.2026 um 18 UTC SCHLAGZEILE: EVELINE und FLOORA mischen auf - im Norden regenreicher Sonntag, teils gewittrig. Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC ---------------------------------------------------------------- Aktuell ... fällt der Luftdruck bei uns in Deutschland, was zwar nicht immer, aber häufig ein Zeichen dafür ist, dass sich was tut beim Wetter. Und tatsächlich fällt beim Betrachten der 12-UTC-Analyse auf, dass vom Hochkeil der vergangenen Tage bei uns nicht mehr viel übrig ist. Stattdessen befinden wir uns inmitten eines breiten Bodentrogs, der sich ausgehend vom Nordmeertief EVELINE bis hinunter zu den Alpen erstreckt. Ausgestattet ist die gute EVELINE mit einem vollständigen Frontensystem, das von der Nordsee her Kurs auf den Vorhersageraum nimmt. Man könnte also meinen, dass das heutige Samstagswetter ein eher wechselhaftes, ein wolkenlastiges, vielleicht sogar mit Niederschlägen war und ist. Dass dem mitnichten so ist, verdanken wir einem vom westlichen Mittelmeer über die Alpen nordwärts gerichteten Potenzialrücken, der noch die Stellung hält und für Absinken sorgt. So schien heute im größten Teil des Landes die Sonne von einem wolkenlosen oder nur locker bewölkten Himmel. Lediglich vom Schwarzwald bis zur schweizer Grenze und von dort bis hinüber zum Alpenrand bzw. dem südlichen Vorland gab es in überhitzter und angefeuchteter Subtropikluft (xSp) einige hochreichende Quellungen nebst einzelnen Schauern zu begutachten. Und auch hoch im Norden/Nordwesten tauchten zum Nachmittag dichtere Wolken auf, wenn man so will Vorboten des o.e. Frontensystems respektive des über dem Nordmeer positionierten Höhentrogs, der seine Fühler langsam gen Süden ausstreckt. Darüber hinaus gilt es noch zu vermelden, dass heute nach einigen Tagen der Abstinenz die 30°C-Marke mal wieder häufiger überschritten wurde, insbesondere im Süden und Südwesten, bedingt aber auch in der Mitte. In der nun folgenden Nacht zum Sonntag beginnt der Rücken langsam gen Osten abzuwandern. Den freiwerdenden Platz nimmt von Norden her der Nordmeertrog ein, der dabei gleichzeitig Fühlung zu einem Höhentief über Südfrankreich/Nordspanien aufnimmt. Entscheidender aber ist die Tatsache, dass die teilokkludierte Kaltfront mit ihrem Regenband SH, die gesamte Küste sowie den nördlichen Teil der Norddeutschen Tiefebene erreicht. Bis zum Morgen können dabei punktuell durchaus um 5 l/m² zusammenkommen, was in diesen trockenen Tagen ja schon als Erfolg zu werten ist. Hin und wieder regnen kann es auch an der Grenze zur Schweiz sowie an den Alpen + dem angrenzenden Vorland. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch ein, zwei Gewitter an den Start gehen, ist gering, aber nicht gleich null. Zwischen den genannten Baustellen bleibt ein breiter Streifen übrig, in dem die Nacht gering bewölkt oder klar und trocken über die Bühne geht. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 und 12°C, in den zentralen und östlichen Mittelgebirgen lokal um 10°C. Sonntag ... setzt sich der zyklonale Trend von Norden bzw. Nordwesten her fort. Heißt konkret Ausweitung des nordischen Potenzialtrogs südwärts, während die Kaltfront Schwierigkeiten hat, Boden nach Süden hin gutzumachen. Grund ist eine flache Welle (FLOORA), die sich auf der Südwestflanke der stationären EVELINE über dem Osten UKs bzw. der westlichen Nordsee bildet. So geht die Kaltfront in die Warmfront dieser Welle über, wodurch sie in ihrer Progression landeinwärts ausgebremst wird. Trotzdem dehnt sie ihren Wirkungsradius bis in die mittleren Landesteile aus, allerdings mehr durch aufziehende Bewölkung denn durch vor allem nach Westen hin dringend erforderlichen Regen. Der schlägt dafür im Norden ordentlich zu, wo nicht nur das Schleifen der Front, sondern auch eine leichte Labilisierung durch die Annäherung des Höhenstrogs zum Tragen kommt. Die Regenfälle werden zusehends konvektiver bzw. werden konvektiv verstärkt. Selbst eingelagerte Gewitter sind plausibel, auch wenn mangels Einstrahlung nicht allzu viel an CAPE geboten ist. So oder so, speziell vom nördlichen NDS über den Hamburger Raum und den Süden SHs bis hinüber nach MV zeichnet sich ein Korridor mit erhöhter, von West nach Ost fortschreitender Starkregenwahrscheinlichkeit ab, sei es ein- oder auch mehrstündig. Anfällig für Schauer und einzelne (markante) Gewitter (SR, kleiner Hagel, Böen bis 8 Bft) bleiben auch der äußerste Süden und Südosten, was zu einem Großteil auf das Konto o.e. Höhentiefs geht. Dieses schließt sich nunmehr als Randtrog dem nördlichen Haupttrog an, so dass morgen quasi das ganze Land unter Trogeinfluss liegt. Trotzdem bleibt zwischen den angesprochenen Aktivzonen eine Art kompensatorischer Streifen übrig, der sich vom Südwesten bis in die östliche Mitte erstreckt. Dort dürften morgen nicht nur die meisten Sonnenstunden verbucht werden, es bleibt auch weitgehend trocken. Dazu frischt der westliche Wind im Tagesverlauf z.T. stark böig auf mit Spitzen bis zu 7 Bft, auf einigen Kämmen und Kuppen der Mittelgebirge 8 Bft (Brocken 9 Bft). Grund ist eine von der Mitte südwärts laufende Druckanstiegswelle, die möglichweise das Resultat einer vorlaufenden, abgesehen vom Wind wetterunwirksamen Splitfront ist. Während in der NW-Hälfte mit 19 bis 26°C das Ende der thermischen Fahnenstange erreicht ist, stehen sonst 26 bis 32°C auf dem Zettel. In der Nacht zum Montag zieht die Welle über Südskandinavien ostwärts, wodurch die Kaltfront aus ihrer "Gefangenschaft" entlassen wird und südostwärts vorstoßen kann. Begleitet wird sie vom Nordmeertrog, dessen Hauptachse langsam ostwärts schwenkt. Die schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle aus dem Norden breiten sich unter allmählichem Intensitätsverlust bis in die Mitte und den Osten aus (das RMG geht höchstwahrscheinlich aber leer aus, was bitter ist). Südlich der Donau wird die Druckwelle etwas aktiviert, während sonst Druck- und Potenzialanstieg von Westen her für eine allmähliche Wetterberuhigung sorgen. Noch zwei, drei Sätze zu Wind und Temperatur. Während der westliche bis nordwestliche Wind im Binnenland mit Ausnahme einiger Hochlagen Substanzverlust anmeldet, frischt er an der Küste (erst Nord-, dann Ostsee) spürbar auf mit Böen 7, an der Ostsee bis 8 Bft (ICON). Thermisch macht sich in der NW-Hälfte die frisch eingeflossene maritime Polarluft (mP; T850 nur noch 8 bis 4°C) bemerkbar mit Minima zwischen 16 und 12°C (Wolken und ein nicht gänzlich einschlafender Wind verhindern eine größere Abkühlungsrate). Ansonsten liegt die Tiefsttemperatur zwischen 20 und 14°C. ---------------------------------------------------------------- Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC Montag ... hat die in der Frühübersicht ausführlich beschriebene Diskrepanz zwischen ICON und den externen Modellen - es geht um einen potenziellen, von NRW bis hinüber zur östlichen Mitte reichenden Schauerstreifen - weiter Bestand. Neues dazu im "Wort zum Sonntag", der morgigen Frühübersicht. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Es ist alles geschrieben. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Jens Hoffmann
